Von man zu Mann!
Noch gut erinnere ich mich an mein erstes Schwitzhütten-Ritual Anfang der 2000er-Jahre. Es war im bayerischen Wald, und bereits der Gang durch den dunklen Wald versetzte mich in eine besondere, fast greifbare Stimmung. Diese wurde noch verstärkt durch den Ritualplatz an einem Fluss, das brennende Lagerfeuer und das Tipi.
Meine erste Erfahrung mit einer Schwitzhütte war so eindrücklich, dass ich dieses Erlebnis unbedingt wiederholen wollte. Und so war es wohl einer dieser Zu-Fälle, die auf dich zukommen, wenn etwas ansteht. Auf meiner Suche nach einem passenden Angebot stieß ich auf einen Verein in Vorarlberg, der Männer-Wochenenden im Bregenzerwald mit Schwitzhütten anbot.
Die Reise ins Innere des Mannes
Günter, der Leiter der Männergruppe aus Vorarlberg, erzählte mir bei meinem Anruf, dass bereits in der folgenden Woche eine Seminarreihe mit dem Titel „Die Reise ins Innere des Mannes“ startet. Dabei handelt es sich um sieben Wochenend-Seminare – sieben Schritte auf dem Weg der Initiation.
Er erklärte mir, dass wir nicht als Mann geboren werden, sondern erst zu einem werden müssen. Dieser Weg führt uns nach innen. Im Altertum bedeutete Initiation die Aufnahme der Jungen in eine Gemeinschaft der Erwachsenen. Bei Naturvölkern war dieser Übergang selbstverständlich. Heute fehlt er oft – und genau hier setzt Männerarbeit an.
Nach den Aussagen von Günter ist ein solcher Prozess nur unter Männern möglich, getragen von tiefer Verbundenheit und Vertrauen. In diesem Prozess entwickeln die Teilnehmer eine eigene, über sich hinausweisende Vision. Sie tauchen in die Natur ein und lernen, sich hinzugeben – dem Feuer, dem Wasser, der Erde und der Luft.
Männerarbeit darüber hinaus ist für mich Friedensarbeit. Es geht nicht um Harmonie oder oberflächliche Heiterkeit, sondern um den ehrlichen Weg nach innen.
Berthold Porath
Männerarbeit als Weg zum inneren Frieden
Spontan sagte ich damals zu, an dieser Serie teilzunehmen. Heute, fast 20 Jahre später, kann ich sagen, dass es eines der prägendsten Erlebnisse meiner persönlichen Entwicklung war.
Männerarbeit darüber hinaus ist für mich Friedensarbeit. Es geht nicht um Harmonie oder oberflächliche Heiterkeit, sondern um den ehrlichen Weg nach innen. Um den lebenslangen Prozess, sich selbst zu begegnen.
Ich durfte lernen, für meinen inneren Frieden zu kämpfen – im eigenen Herzen. Gegen Stolz, Neid, Ängste und gegen alles, was mich unfrei gemacht hat. Und heute weiß ich: Nur wenn Du in dir selbst Frieden findest, kann auch die Welt um dich herum ruhiger werden.
Erfahrungen, die man nicht erklären kann
Im Verlauf dieser Serie ging es an jedem Wochenende um ein Thema, das mich weitergeführt hat. Die Versöhnung mit Vater und Mutter im Krieger-Wochenende. Die Begegnung mit meiner Anima, der „inneren Frau“, im Liebhaber-Wochenende.
Ebenso prägend war das Magier-Wochenende mit dem Thema Leben und Sterben sowie das Visions-Wochenende, bei dem ich einen Blick in meine eigene Zukunft werfen durfte.
Um es kurz zu sagen: Man kann das Leben nicht mit Worten erklären. Man muss es erfahren.
Deshalb kann ich es dir ans Herz legen, dich auf diesen Weg einzulassen. Männerarbeit ist kein Konzept. Sie ist ein Erfahrungsweg.
Für mich war diese Serie ein echter Wendepunkt. Und seit nunmehr 20 Jahren begleite ich Männer in ihrer persönlichen Entwicklung.
Männerarbeit mit Berthold Porath – Einladung zur eigenen Erfahrung
Wenn ich dein Interesse für diese Initiations-Serie mit insgesamt sieben Wochenenden geweckt habe, dann schau dir das Programm an.
Am ersten Wochenende vom 06. bis 08. November 2026 hast Du die Möglichkeit, hineinzuschnuppern und zu prüfen, ob diese Form der Männerarbeit für dich passt. Danach entscheidest Du, ob Du den Weg weitergehen möchtest.
Ich würde mich freuen, wenn Du mit dabei bist.
Herzlichst
Dein Berthold